Erstellt am 25. März 2015, 06:50

von Bernhard Fenz

Mattersburg kann sich nur selbst schlagen. Bernhard Fenz über die letzten elf Runden in der Sky Go Ersten Liga.

Lediglich einen Punkt sicherte sich der SVM zuletzt aus zwei Spielen. Schade, nach fünf Siegen en suite, aber insofern kein Beinbruch, als Verfolger LASK die gleiche magere Ausbeute aufweist. Nach wie vor trennen die beiden einzigen Aufstiegsaspiranten (Liefering darf ja nicht rauf) vier Punkte – der SV Mattersburg ergatterte in den jüngsten sieben Runden neun Zähler mehr.

Nicht zuletzt deshalb regiert in Linz, wie man hört, die Unsicherheit. Einerseits flachte die Euphorie rasch wieder ab. Rund 10.000 Besucher feierten noch Anfang Juni im Relegations-Rückspiel gegen Parndorf den Aufstieg von der Regionalliga Mitte, seitdem sind mehr als 3.000 Besucher eine Seltenheit.

Andererseits wirkt die Elf verunsichert. Daran hat auch die Ablöse von Karl Daxbacher als Trainer durch Martin Hiden kurzfristig nichts geändert. Druck durch den allseits erwarteten Durchmarsch, schwache Ergebnisse, zu wenig öffentliche Resonanz – eine bittere Mixtur.

Dem gegenüber steht eine fokussierte, gefestigte SVM-Mannschaft, deren Tempo bis auf das jüngste Punkteloch schon bundesligaverdächtig war. Elf Runden vor Schluss kann noch sehr viel passieren. Nach dem, was wir in dieser Saison von Ivo Vastics Mannschaft gesehen haben, drängt sich aber schon jetzt ein offensiver Schluss auf: Der SV Mattersburg kann sich nur noch selbst schlagen.