Erstellt am 12. Januar 2011, 00:00

„Megatransfers“ sind eine Illusion. BERNHARD FENZ über die Decke, nach der sich der SV Mattersburg strecken muss.

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Fette neue Namen, nennen wir sie einmal „Kracher“, fehlen beim SV Mattersburg bis dato. Wen wundert das auch?

Ganz abgesehen von der nötigen Vereinslinie, junge Spieler zu fördern und aus den eigenen (Akademie-)Ressourcen zu schöpfen: Der SVM kann sich finanziell – wenn es um Verstärkungen geht, bei denen wir alle große Augen bekämen – nicht weit bewegen. Hier sind den Burgenländern Grenzen gesetzt, vor allem dann, wenn das betriebswirtschaftliche Gleichgewicht auch künftig erhalten bleiben soll.

Außerdem: Warum sollte ein ausgebuffter renommierter Vollprofi, der dem SVM vom Fleck weg helfen und Punkte bringen könnte, ins Burgenland wechseln? Mattersburg zählt als Bundesligist zwar zur österreichischen Elite, für wirklich gute und routinierte Spieler ist die Adresse aber oft uninteressant. Es sei denn, sie haben Bezug zum Verein, Bezug zum Ort, Bezug zu Spielern. Siehe Didi Kühbauer. Für den war der damalige Wechsel in die Heimat in gewissem Maße auch eine Herzensangelegenheit. Solange dieser Aspekt aber nicht mit einfließt, bleibt das Wort „Megatransfer“ eine Illusion.

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