Erstellt am 27. Oktober 2015, 10:51

von Markus Stefanitsch

Nemeth bei der Energie und Koalitions-Gesprächsstoff. Markus Stefanitsch über Niessls Schachzug in der Energie Burgenland.

Nach der Wahl, ist nicht vor der Wahl. Die rot-blaue Koalition im Burgenland sorgt in Wien nach wie vor für großen Gesprächsstoff. In der ORF-Diskussion „Im Zentrum“ am Sonntag war das Thema die FPÖ und dabei wurde unter anderem nach der Stimmung im Burgenland gefragt. Da kam in erster Linie rüber, dass man in der Bevölkerung bisher kaum eine Veränderung bemerkt habe.

Die Politikwissenschaftlerin Eva Zeglovits war auch der Meinung, dass man in einem Bundesland wie dem Burgenland nach etwas mehr als 100 Tagen noch gar keine Leistungsbeurteilung abgeben könne. Sehr wohl aber wurde im Archiv gekramt: Und zwar wurden dem FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky im Studio zwei Zitate von FPÖ-Landesvize Johann Tschürtz vorgehalten.

Das eine war vor der Wahl, und da versprach Tschürtz, dass es bei einer FPÖ-Regierungsbeteiligung sofort Grenzkontrollen geben würde. Das andere war dann nach der Wahl, wo Tschürtz kritisierte, dass ihm in dieser Sache die Hände gebunden sind. Vilimsky schob als Verteidiger von Tschürtz alles auf das Innenministerium ab.

Nemeth in Energie Burgenland. Eine Überraschung gibt es in der Energie Burgenland. Dort wird künftig der Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth neu im Aufsichtsrat sitzen – angeblich auf ausdrücklichen Wunsch von Landeshauptmann Hans Niessl.

Darüber gibt es Verwunderung in der ÖVP, da niemand oder nur ein ganz kleiner Kreis bei den Schwarzen in den Niessl-Coup eingebunden war. Künftig außerdem neu im Aufsichtsrat: Reinhard Poglitsch (Geschäftsleiter der Facility Service Firma „ISS“) und Robert Grüneis von den Wiener Stadtwerken.