Erstellt am 23. September 2015, 06:37

von Bernhard Fenz

Neue Dimension einer Belohnung. Bernhard Fenz über die Niveau-Konstante von Bernd Wiesberger im Profigolf – rechtzeitig vor dem wichtigen Jahr 2016.

Platz 14 bei den Open d‘Italia: Für Bernd Wiesberger ist ein Abschneiden wie am Wochenende mittlerweile enttäuschend. Gut so. Noch vor einigen Jahren wäre ein Kratzen an den Top-Ten als Top-Ergebnis gewertet worden, der Gewinner der diesjährigen Open de France ist aber auf der European Tour zum permanenten Kreis der Favoriten aufgestiegen.

Und das, wo gerade im Profigolf die Spitze so dicht gedrängt beisammen liegt. Zahlreiche Kandidaten belohnen sich dann punktuell mit einem Erfolg. Am Sonntag etwa lagen wenige Löcher vor Schluss neun Spieler gleichauf in Front, ehe sich der Schwede Rikard Karlberg im Zweierstechen gegen den Deutschen Martin Kaymer als Überraschungssieger durchsetzen konnte.



Bernd Wiesberger mag zwar an diesem Schlusstag nicht sein bestes Golf ausgepackt haben, das ändert aber nichts an seiner generellen Konstanz-Steigerung. Platz sieben im Race to Dubai (der Rangliste für die lukrativen Final-Events in der Türkei, in China und in Dubai) ist ein klarer Qualitäts-Beleg für sein konstant starkes Golf. Auf dieser Basis hat sich Österreichs Nummer eins nicht nur die Olympia-Qualifikation für Rio 2016 verdient.

Ende September wartet mit dem Ryder Cup nebenbei der Höhepunkt des Jahres. Auch hier wird bei der Ticket-Vergabe unter normalen Umständen kein Weg mehr an Wiesberger vorbeiführen. Könnte sich der 29-jährige Oberwarter ins Team für den hochattraktiven Vergleichskampf zwischen Europa und den USA spielen, wäre das eine neue Dimension seiner Belohnung: Dann wäre er endgültig im kleinen Kreis der größten Sportler Österreichs angekommen.