Erstellt am 30. April 2013, 09:51

Nüchternheit ist nicht Resignation. Bernhard Fenz über die Aussagen von Mattersburg-Präsident Martin Pucher nach dem 1:2 gegen Wacker Innsbruck.

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Einige TV-Konsumenten wunderten sich nach der 1:2-Pleite gegen Innsbruck über die Wortspende von Martin Pucher auf Sky. Dabei hatte der 57-Jährige bei einem Interview lediglich eine Frage nach dem möglichen Abstiegs-Szenario beantwortet – dass der SVM im Falle des Falles als wirtschaftlich gesunder Klub runtergehen würde und es fast logisch wäre, dass die Burgenländer nach zehn Jahren durchgehender Zugehörigkeit im Oberhaus mit ihren Möglichkeiten nicht ewig ganz oben spielen könnten.
 
So viel Nüchternheit verwechselten einige wohl mit Resignation. Tatsächlich sprach Pucher, der sein Lebenswerk natürlich weiter ganz oben sehen möchte, nur Klartext. Ein Gang nach unten wäre für den SVM bitter, jedoch kein Todesurteil für den Verein. Dass die langfristigen Pläne der Burgenländer im Fußball-Oberhaus aber bei einem Abstieg und einer notwendigen Neu-Orientierung gehörig erschüttert würden, steht trotzdem fest. So gesehen sind die Profis noch mehr gefordert, das in sie gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen, den Karren aus dem Dreck zu ziehen und die Stabilität ihres Arbeitgebers auf diesem Niveau zu sichern.