Erstellt am 25. Mai 2011, 00:00

Nur Härte alleine, das ist zu wenig. BERNHARD FENZ über die Maßnahmen nach dem Skandal bei Rapid gegen Austria.

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Der Platzsturm beim Wiener Derby hat gezeigt: Es gibt mehr als nur einige wenige Menschen auf der Tribüne, die im Unmutsrausch ein Match sabotieren wollen und dieses Vorhaben dann auch tatsächlich durchziehen. Gleichzeitig konnte weder die Organisation noch die Exekutive die Lage vor dem Sturm unter Kontrolle bringen.

So eine Mischung ist Gift. Härter durchgreifen klingt als erster Notfallplan öffentlichkeitswirksam schnittig. Langfristig gesehen werden Stadionverbote und Schlagstock-Orgien alleine aber nur oberflächlich helfen, solange die – scheinbar im organisatorischen Umbruch stehenden Fans – nicht wieder für den Kern der Sache erreicht, begeistert und Anreize für ein Positiv-Image geschaffen werden. Denn wenn zu hören ist, dass vor allem der junge „aufstrebende“ Hardcore-Mob, also die neue Generation, im gewaltbereiten Chaosstrom mitschwamm, ist das ein alarmierendes Zeichen für die Zukunft.

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