Erstellt am 13. März 2013, 09:49

Österreich-Wirbel nach den Wahlen. Harald Knabl über die Veränderungen in Österreich nach den Landtagswahlen.

 |  NOEN, Franz Baldauf (Franz Baldauf)
Der eine hat Stärke bewiesen, der andere auf Granit gebissen, der Dritte verspürt gerade ein politisches Rückenlüfterl. Die Wahlgänge von voriger Woche haben auch bundespolitisch enorme Auswirkungen gebracht.
Michael Spindelegger hatte am wenigsten zu verdauen. Ein weiterer Kantersieg in Niederösterreich (genauer gesagt, einer für Erwin Pröll), ein Achtungserfolg und Mitverantwortung in Kärnten, nebenbei wurde auch noch der angefeindete Verteidigungsminister abgezogen. Schwarze Welt, was willst du mehr?

SPÖ-Bundeskanzler Werner Faymann gelang auf Bundesebene ein geschickter Schachzug. Den gescheiterten und nicht mehr haltbaren Verteidigungsminister, der an sich immer den Ruf hatte, ein guter Parteistratege zu sein, versetzte er in die Zentrale und präsentierte der erstaunten Umwelt ein neues Gesicht. Einziger Haken, der an sich viel aussagt über Faymanns Verständnis fürs Heer: Zuerst machte er einen Zivildiener zum Minister, auf diesen folgt nun einer, der gegen seine persönliche Überzeugung die Wehrpflicht umsetzen muss. Aber bitte.
Ganz schlimm aber hat es in dieser Woche die FPÖ und HC Strache erwischt. Kärnten war für die Blauen ein Desaster, in Niederösterreich war man zwischen die Sperrfeuer von ÖVP und Frank Stronach geraten.

Und was machte Onkel Frank? Der brachte seine Riege wieder einmal ordentlich in Probleme. Zuerst zeigte er ganz offen seine Enttäuschung über die Ergebnisse, dann brachte er die Landtagsmannschaft und damit verbunden auch die Parlamentsfraktion durcheinander, und dann brauste er ab. Auch eine Art, in wichtigen Zeiten an der Politik teilzunehmen. Oder auch nicht.