Erstellt am 04. Mai 2011, 00:00

ÖVP: Steindls neue Arbeiter. MARKUS STEFANITSCH über die Entscheidung für Andreas Liegenfeld als neuen Landesrat.

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Mit der Bestellung von Andreas Liegenfeld zum neuen Agrarlandesrat hat ÖVP-Chef Franz Steindl einen weiteren Schritt zur Sanierung der Baustelle ÖVP im Burgenland gesetzt. Auch wenn es im Vorfeld zahlreiche Nachfolge-Spekulationen gegeben hat – die rasche und vom Landesparteivorstand mitgetragene Nachbesetzung des scheidenden Landesrats Werner Falb-Meixner zeigt die neue Entschlossenheit und das neue Selbstbewusstsein von Franz Steindl. Immerhin kommt mit dem Donnerskirchner Liegenfeld ein weiteres Regierungsmitglied, neben dem Purbacher Steindl, aus dem Bezirk Eisenstadt und der Bezirk Neusiedl verliert mit Falb-Meixner ein wichtiges (Landes-)Mandat.

Diese Personalentscheidung dokumentiert die momentane Stärke Steindls innerhalb der ÖVP. Und unterstreicht gleichzeitig die bessere Zusammenarbeit Steindls mit den Bünden. Bislang war es ein offenes Geheimnis, dass sowohl der Bauernbund, als auch der Wirtschaftsbund oder der ÖAAB zwar nicht gegen ihn, aber zumindest sicher nicht für ihn gearbeitet haben. Mit Liegenfeld hat Minister und Bauernbündler Nikolaus Berlakovich seinen Wunschkandidaten bekommen.

Der Winzer Liegenfeld hat das Zeug zum Politikliebling im Burgenland. Als Mitglied des Weinquartetts hat sich Liegenfeld mit zahlreichen Charity-Aktionen für Licht ins Dunkel einen Namen gemacht. Politische Erfahrung hat er auf Gemeindeebene gesammelt. Auf Landesebene wird er sich ob des guten Klimas in der Regierung rasch einarbeiten. Und (Zu-)Arbeiter kann Franz Steindl für die ÖVP gar nicht genug bekommen.

m.stefanitsch@bvz.at