Erstellt am 16. Dezember 2015, 04:08

von Bernhard Fenz

Oftmaliges Pendeln zwischen Extremen. Bernhard Fenz über den Herbst des SV Mattersburg, der eine solide Punkteanzahl brachte. Nüchtern gesehen.

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Der SV Mattersburg hat sich im Lauf des Herbstes in Extremen bewegt. Extrem überrascht haben die burgenländischen Aufsteiger Meister Salzburg beim 2:1-Sieg zum Auftakt, Rekordmeister Rapid beim 4:2-Erfolg in Wien und die restliche Liga mit einer hohen Drehzahl, wenn es ums anfängliche Punkten gegangen ist. 22 Zähler nach 13 Spieltagen war eine Bilanz, die euphorisierte.

Sieben Runden später liest sich das große Ganze mit 25 Punkten schon ein wenig nüchterner – weil Mattersburg von den Ergebnissen her extrem abgebaut hat, der 1:6-Heimausrutscher gegen Rapid war da extrem augenscheinlich.

Und doch muss vor dem Frühjahr niemandem angst und bange werden. Das liegt nicht nur am zwischenzeitlich bärenstarken 0:0 in Graz gegen Sturm Ende November (wo nur die Tore fehlten, der SVM einen Sieg verdient hätte), sondern vor allem an der Substanz. Nach wie vor erweckt Grün-Weiß nicht den Eindruck, dass aufgrund der jüngsten Punkte-Flaute sportlich alles auseinanderfällt.

Auch ohne aktuelle Höchstform sind die Profis allemal gefestigt genug, um über die kurze Winterpause neue (alte) Kräfte aufzubauen. Schon am 6. Februar geht es daheim gegen Ried weiter – eine optimale Gelegenheit, um rasch wieder extrem Farbe zu bekennen.