Erstellt am 24. Dezember 2014, 06:23

von Bernhard Fenz

Pflicht ist erledigt, die Kür fehlt noch. Bernhard Fenz über das abgeschlossene Insolvenzverfahren des SC Ritzing.

Seit Montag steht fest: Der SC Ritzing sperrt nicht zu, sondern hat sich im Zuge des angenommenen Sanierungsverfahrens seiner Altlasten entledigen können.

Mit einer 21 Prozent-Quote kommen die Gläubiger zu etwas Geld, das große Duell mit der Gebietskrankenkasse (es geht schließlich um Forderungen von 450.000 Euro) hat Obmann Harald Reißner vorerst für sich entschieden. Obwohl er laut eigenen Aussagen für den Rest selbst aufkommen muss. Irgendwie hat man aber das Gefühl, dass der gefinkelte Geschäftsmann auch in dieser Hinsicht einen Plan hat. Das ist aber ohnehin seine Privatsache.

Was für die Öffentlichkeit interessanter ist: Hochoffiziell sei der SC Ritzing, wie per Aussendung verlautbart, nun schuldenfrei. Das Projekt Bundesliga-Aufstieg könne nun in Angriff genommen werden. Zudem sollen die Geschäfte des Vereins künftig transparent und offen laufen – schließlich wurde auch am Sportsektor im Jänner 2013 ein Profibetrieb installiert.

Klingt alles gut. Ein wirklicher Seriositäts-Gradmesser ist aber die Bundesliga-Lizenzierung. Erhält der SC Ritzing hier grünes Licht (an der tollen Infrastruktur scheitert es ja ohnehin nicht), ist der Verein tatsächlich als professioneller Klub ernst zu nehmen.