Erstellt am 08. April 2015, 06:50

von Martin Ivansich

Reifeprüfung gegen den Tabellenzweiten. Martin Ivansich über das Spitzenspiel der Mattersburger gegen Liefering.

Keine Frage, der SV Mattersburg spielt bislang eine tolle Saison. Trotzdem gab es das eine oder andere Spiel im Herbst, an das man sich in Mattersburg nicht gerne zurück erinnert. Die beiden 0:1-Niederlagen gegen den LASK und das 2:2 in Kapfenberg nach 2:0-Führung fallen dabei unter die Kategorie „sehr ärgerlich“.

Richtig kurios und mehr als nur sehr ärgerlich war die Heimpleite gegen Liefering. Da lag die Vastic-Elf nach acht Minuten bereits 3:0 voran. Endstand: 3:6. Auch das zweite Spiel auswärts gegen die Red Bull-Truppe ging mit 1:3 verloren.

Die Rückrunde zeigt aber bislang, dass die Burgenländer daraus die richtigen Lehren gezogen haben. Das Heimspiel gegen den LASK gewann man souverän mit 3:0 und auch in Kapfenberg brachte man diesmal einen 2:0-Vorsprung über die Zeit. Die Entwicklung des SVM in einer ohnehin bislang starken Saison geht also weiter in die richtige Richtung.

Nun kommt mit Liefering das aktuell zweitbeste Team der Sky Go Ersten Liga in das Pappelstadion. Logisch, dass diese Partie keine „gmahte Wiesn“ für das burgenländische Fußball-Aushängeschild ist. Immerhin haben Kapitän Patrick Farkas und Co. gegen alle Teams in dieser Liga in diesem Spieljahr zumindest einmal gewonnen. Nur nicht gegen die Truppe von Coach Peter Zeidler, die ja bekanntlich nicht denselben Druck hat wie Mattersburg. Schließlich dürfen die Lieferinger zwar Meister werden, aber aufsteigen eben nicht. In der aktuellen Situation ist dieses Spiel aber für die Burgenländer optimal.

Einerseits ist im Falle einer Niederlage noch immer ein Vorsprung von zumindest vier Punkten auf den einzigen Aufstiegskonkurrenten LASK für das abschließende Schlussviertel der Saison vorhanden. Auf der anderen Seite ist es eine echte Reifeprüfung für die Vastic-Schützlinge. Besteht man diese, begleicht man die letzte offene Rechnung in diesem Spieljahr. Mit der man freilich noch lange nicht aufgestiegen ist, aber dennoch den nächsten großen Schritt in Richtung tipico Bundesliga macht.