Erstellt am 24. Juni 2015, 06:51

von Markus Stefanitsch

Rot-Blau-Gerüchte brodeln. Markus Stefanitsch über Gerüchte einer möglichen Verhinderung von Rot-Blau samt Lösung für Rot-Blau.

Dort, wo die Informationen zurückgehalten werden, entstehen Gerüchte. Derzeit brodelt es im Burgenland gewaltig.



Nicht nur, dass etwa gemunkelt wird, dass drei SPÖ-Mandatare die neue rot-blaue Regierung im Landtag nicht wählen könnten – wurde auch schon eine „Lösung für das Problem“ gefunden. Und zwar in der Person von Liste-Burgenland-Chef Manfred Kölly.

Er soll wegen der drohenden Nichtzustimmung von drei roten Abgeordneten der rot-blauen Regierung mittels der beiden LBL-Mandate zur Mehrheit im Landtag verhelfen. Bestätigen will das freilich niemand.

Vor allem die beiden abservierten SPÖ-Granden Peter Rezar und Gerhard Steier betonen gegenüber der BVZ, dass sie, trotz aller Unstimmigkeiten, der Regierung ihren Sanktus, sprich ihre Stimme geben werden. Ebenso die Mittelburgenländerin Klaudia Friedl, die im Parteivorstand offen gegen das neue SPÖ-Team stimmte, wird als Dritte im Bunde sicher zustimmen.

Also doch nur alles heiße Luft und ein Ablenkungsmanöver, damit die Angelobung überraschend und ohne grobe Zwischenfälle schnell über die Bühne gebracht werden kann? Fakt ist, dass Manfred Kölly gegenüber der BVZ ein geplantes Treffen mit Landeschef Hans Niessl bestätigte.

Hohe Zustimmung. Während es auf Facebook zu teils sehr emotionalen Diskussionen gegen Rot-Blau kommt, überraschte eine Online-Umfrage unserer Schwesternzeitung „NÖN“ doch ein wenig.

Auf die Frage, ob der Tabubruch Rot-Blau im Burgenland der SPÖ insgesamt schade, antworteten 92 Prozent der Leser mit „Nein“ (siehe unten).

Auch wenn es keine repräsentative Umfrage war, so lässt sich bei knapp 6.000 abgegebenen Stimmen doch ein gewisser Trend ausmachen, dass sich die Aufregung über Rot-Blau bald legen wird.