Erstellt am 23. Juli 2014, 13:31

von Bernhard Fenz

Schon die Aussicht macht Lust auf mehr. Bernhard Fenz über das Ende einer Ära und einen Appetitmacher auf neue Fußball-Leidenschaft in Mattersburg.

Die Emotionen von SVM-Boss Martin Pucher bei der offiziellen Verabschiedung von Michael Mörz flackerten spätestens dann auf, als er die eine oder andere Träne verdrücken musste. Mit dem 34-jährigen Urgestein tritt ein weiteres Mattersburger Zahnrädchen den Rückzug an, das vor 15 Jahren beim grün-weißen Eroberungszug mittendrin im fulminanten Geschehen und in der Folge maßgeblich beteiligt war – als sportliches Ziehkind von Pucher.

Zu Zeiten, in denen das Pappelstadion noch bebte und die Menschen weit über die Bezirksgrenzen hinweg staunend von der einzigartigen Atmosphäre schwärmten. Auf den Rängen herrschte Trubel, am Rasen sowieso. Mattersburg, die Festung. Mattersburg, der unangenehme – weil stets unberechenbare Gegner.

Zurück in der Gegenwart ließen jene Profis, die den SVM 2014 vertreten, dann gegen Wacker Innsbruck erahnen, wie es sein könnte – Sie wissen schon: die Burgenländer als unangenehmer und unberechenbarer Gegner.

Auch wenn es nicht wie damals sein mag und die Saison noch viel zu jung für voreilige Schlüsse ist: Schon alleine die Aussicht, in Mattersburg wieder über einen längeren Zeitraum Fußball-Leidenschaft zu erleben, macht Lust auf mehr.