Erstellt am 03. Juli 2013, 06:56

Schweigen kann auch Sinn machen. Bernhard Fenz über die ausgebliebenen Prognosen von Neo-Mattersburg- Trainer Alfred Tatar.

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Öffentlich noch keine zeitlichen Eingrenzungen, ab wann seine Mannschaft in der Praxis ein Erste-Liga-Spitzenteam abgeben werde. Öffentlich noch keine Prognosen, wer die schärfsten Mattersburger Rivalen und Favoriten in der Heute für Morgen Ersten Liga seien. Alfred Tatar hält sich mit Pseudo-Wahrsagerei zurück – und das ist nachvollziehbar.
Was würde es dem neuen Cheftrainer des SV Mattersburg nützen, sich schon jetzt auf irgendeinen möglichen Verlauf festzulegen? Sagt er offensiv, dass seine Truppe sehr rasch die nötige Stärke einer Spitzentruppe erreichen werde, steigert das unweigerlich die öffentliche Erwartungshaltung und den Druck – noch bevor die ersten Runden erste Klarheit schaffen konnten, wohin die Reise gehen soll. Bleibt er defensiv, könnte das prompt als Zweifel an der neuen Mannschaft interpretiert werden.
Schließlich lässt sich tatsächlich noch nicht beurteilen, wie (schnell) sich der SVM nach dem Abstieg in der neuen Liga behaupten kann. Für die Fans besteht die Hoffnung, dass genug Potenzial – von der oberen Hälfte bis zum Titelkampf – vorhanden ist. Das reicht und ist gut so. Hoffen und Spekulieren hat bei den Beteiligten für die Umsetzung aber keine Substanz. Handeln und Schweigen ist der sinnvollere Ansatz.