Erstellt am 26. November 2014, 07:02

von Markus Stefanitsch

SP-Parteitag mit Hieben und schwarze Reibereien. Markus Stefanitsch über rote Hiebe, schwarze Streitereien und Aufsichts-Wechsel.

SPÖ-Landesparteitag mit Hieben. Im stark überfüllten Lisztzentrum in Raiding wurde am Samstag ein multimedial bestens inszenierter Parteitag der SPÖ abgehalten. Was uns in den kommenden Monaten bevorsteht, brachte Landtagspräsident und SPÖ-Kassier Gerhard Steier bei seinem Bericht auf den Punkt: „Wir haben genügend Rücklagen für die kommenden Kampfsituationen für die Landtagswahlen.“

Genügend Rücklagen hat auch Landeshauptmann Hans Niessl als frisch wiedergewählter Parteichef. Wenngleich auch viele Beobachter der anderen Parteien meinen, es sei ein Seitenhieb gegen den Landeschef gewesen, dass seine Stellvertreter und Regierungskollegen, die ja Anfang des Jahres von Niessl hätten ausgetauscht werden sollen, mehr Prozentstimmen bekommen haben als der Chef. Dennoch, 96 Prozent sind mehr als ein starker Rückhalt aus den eigenen Reihen.

Schwarze Reibereien. Aufgrund der Listenerstellungen für die Landtagswahlen kommt es innerhalb der ÖVP auch zu der einen oder anderen internen Wahlkampfstreiterei. Eine ging sogar so weit, dass der Marzer Bürgermeister Gerald Hüller dem eigenen Landesgeschäftsführer und Bezirkspartei-Obmann Christian Sagartz den Zutritt zum JVP-Ball in Marz verweigern wollte, weil er sich bei der Bezirkslisten-Erstellung benachteiligt gefühlt hatte. Hüller hatte Tage zuvor bei drei Kandidaten-Duellen den Kürzeren gezogen.

Wechsel im WiBAG-Aufsichtsrat. In der WiBAG-Hauptversammlung kommt es am Freitag zum geplanten Wechsel des Vorsitzenden im Aufsichtsrat: Energie- Burgenland-Chef Michael Gerbavsits löst Kurt Löffler ab. Außerdem übernimmt Ex-ÖBB-General Helmut Draxler den Sitz von Andrea Pompl.

Ärger bei der Enquete. Bei der höchst professionell abgehaltenen Tourismus-Enquete (siehe oben) ärgerten sich viele Teilnehmer vor allem über zwei Tatsachen: Zunächst ließ das (Politik-)Präsidium die anwesenden Touristiker gut 20 Minuten lang warten, ehe man dann quasi im Vorbeigehen eine Überschreitung des Budgets um 1,6 Millionen Euro ohne große Diskussionen durchwinkte.