Erstellt am 17. August 2011, 00:00

Spaziergänger. MARKUS STEFANITSCH über den Kampf um den ORF-Chef.

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Nach der Wahl ist vor der Wahl: Nachdem Alexander Wrabetz in der Vorwoche als neuer, alter Generaldirektor des ORF bestätigt wurde, geht jetzt der Kampf um die wichtigsten Posten los. Spannend wird es rund um die Besetzung des Landesdirektors im Burgenland (wie die BVZ bereits im Frühjahr berichtete) .

Offiziell beworben hat sich bislang nur der bisherige Direktor Karlheinz Papst. Damit haben seine „Gegner“ auch das größte Problem. Denn rein sachlich ist dem ORF-Chef im Burgenland (er ist seit 1998 als Intendant im Amt) nichts vorzuwerfen. Die Papst-Gegner hatten gehofft, dass er einen attraktiven Job am Küniglberg übernehmen könnte und so den Weg „kampflos“ für seine schärfste Konkurrentin, Brigitte Kulovits-Rupp, freimachen würde. Die Vorsitzende des ORF-Stiftungsrates war maßgeblich an der Wiederwahl von Wrabetz beteiligt und soll als „Gegengeschäft“ den Posten der ORF-Direktorin im Burgenland erhalten. Allerdings formierten sich über den Sommer auch einige Kulovits-Rupp-Gegner. Letztendlich wird aber auch in diesem Fall, auch wenn der ORF immer auf seine Unabhängigkeit pocht, die Meinung von Landeshauptmann Hans Niessl entscheidend sein.

m.stefanitsch@bvz.at