Erstellt am 15. Dezember 2010, 00:00

Spaziergänger. MARKUS STEFANITSCH über Fusion von BEWAG und BEGAS.

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m.stefanitsch@bvz.at

Die Bewerbungsfrist für die neuen BEWAG-Vorstände ist vergangenen Samstag abgelaufen. Über die Kandidaten herrscht natürlich Stillschweigen. Es gibt auch kaum einen Aufschrei, obwohl bereits im Vorfeld klar scheint, wer das Rennen machen wird: Auf den ersten Blick scheint die Verwunderung groß, warum neben Michael Gerbavsits der derzeitige BEGAS-Vorstand Reinhard Schweifer seinen besser dotierten Vertrag zugunsten der BEWAG aufgeben möchte. Hinter den Kulissen weiß man aber die Antwort: In den Hinterzimmern des Landhauses wird schon eifrig an einem möglichen Zusammenschluss von BEWAG und BEGAS gebastelt. Von einer gänzlichen Fusion will man zwar noch nicht reden, allerdings könnten bereits im nächsten Jahr die ersten Synergien im Bereich der Verwaltung genützt werden.

Zwei Probleme stehen einem neuen, gemeinsamen Energieversorger im Burgenland noch im Weg: Zum einen sind das die Eigentümerverhältnisse (bei der BEWAG ist das Land Mehrheitseigentümer, bei der BEGAS sind es die Gemeinden und in beiden Unternehmen ist die EVN sehr einflussreich) und zum anderen treffen natürlich zwei Unternehmensphilosophien aufeinander. Denn so richtig „schmecken“ konnten sich das BEWAG-Management und das der BEGAS noch nie.

Therme Lutzmannsburg verkauft. In der Aufsichtsratssitzung der WiBAG am Montag hat man sich mit der „IMMORENT“ geeinigt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Nur so viel: Er wird um zwei Millionen Euro über dem Buchwert liegen. Betreiber soll die irische Harte Holding werden, die schon das Sportzentrum Ritzing gekauft hat.