Erstellt am 08. Dezember 2010, 00:00

Spaziergänger. MARKUS STEFANITSCH über Brüsseler Flexibilität & Polit-Schmäh.

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Wenn einer eine Reise tut, dann hat er was zu erzählen. So auch die burgenländische Delegation rund um Landeschef Hans Niessl, Landesvize Franz Steindl und SPÖ-Klubobmann Christian Illedits bei ihrem Arbeitsbesuch in Brüssel. Die Stadt lebt sehr stark vom gesamten EU-Apparat. In der Stadt wimmelt es von Politikern, EU-Beamten, Berichterstattern und Lobbyisten.

Oft wird der EU wenig Flexibilität nachgesagt. Legt man das auf die Mobilität der Brüsseler Taxifahrer um, könnte man das auch glauben. Nach Abschluss der zehn Arbeitsgespräche und -sitzungen wollte sich die Delegation am Abend des 1. Dezembers in Richtung Botschafter-Empfang aufmachen. Allerdings wollte kein Taxi die Fahrt übernehmen. Schuld waren aber nicht die Politiker aus Pannonien, sondern schlicht und einfach der für Brüssel ungewöhnliche Wintereinbruch. Bereits fünf Zentimeter Schnee waren zu viel - und da Winterreifen den Brüsselern ein Fremdwort sind, musste die burgenländische Verhandlungsrunde Flexibilität beweisen und die EU-Hauptstadt von „unten“ bereisen: Statt Taxi hieß es dann U-Bahn fahren.

Mit 1.Jänner werden die designierten Vorstände Michael Gerbavsits (SPÖ) und Reinhard Schweifer (ÖVP) ihre Dienste bei der BEWAG antreten. Flexibilität muss Schweifer noch beweisen: Heißt es doch, dass sein bisheriger Vertrag bei der BEGAS weitaus besser dotiert sei, als der künftige beim Stromkonzern.

Lustig wollte am Montag Grünen-Chef Michel Reimon sein. Er lud zur Pressekonferenz „Personelle Weichenstellung bei den Grünen“. Die Auflösung: Reimon bewirbt sich als BEWAG-Vorstand und will bei SPÖ und ÖVP Parteimitglied werden. Normalerweise ist man von Reimon Lustigeres gewohnt.

m.stefanitsch@bvz.at