Erstellt am 10. November 2010, 00:00

Spaziergänger. Markus Stefanitsch über weitere Vorstands-Rochaden.

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Seit Montag ist die Katze offiziell aus dem Sack. Wie die BVZ berichtete, sind Hans Lukits und Josef Münzenrieder als BEWAG-Vorstände bereits Geschichte. Und schon schwirren die ersten Namen durch die Gerüchte-Küche.

Während von SPÖ-Seite her dem Bankmanager Michael Gerbavsits (aus dem engeren Vertrauten-Kreis von Landeschef Hans Niessl) die besten Chancen auf die Lukits-Nachfolge eingeräumt werden, gibt es auf ÖVP-Seite noch keinen definitiven Favoriten.

Neben dem ehemaligen Assistenten von Ex-BEWAG-Chef Günther Ofner, Wilfried Drexler, sollen auch „B.net“-Chef Klaus Maras, Esterházy-Manager Hans-Peter Weiss sowie Leopold Buchmayer als Interimslösung im Gespräch sein. Buchmayer wäre als pensionierter Raiffeisen-Vizegeneral kein Zukunftssignal. Drexler ist zwar energiewirtschaftlich kompetent, gilt aber als Ofner-Vertrauter für die SPÖ als rotes Tuch. Maras und Weiss dürften nur Außenseiter-Chancen haben.

Bei allen politischen Diskussionen wird aber auch die EVN (als Mehrheitsaktionär der übergeordneten Burgenland-Holding) ein gewichtiges Wort bei der Bestellung der neuen Vorstände mitreden.

Die BEWAG war erst der Anfang: In den nächsten beiden Jahren stehen in fast allen landesnahen Betrieben Vertragsverlängerungen der Vorstände an. Als fix gilt, dass Peter Schmitl (WiBAG) und Ingrid Schwab-Matkovits (Fachhochschule) nicht verlängern. Schmitl freiwillig, anstelle von Schwab-Matkovits wird der Ex-SPÖ-Geschäftsführer Georg Pehm gehandelt, der bereits als Büroleiter von Landesrat Helmut Bieler am Aufbau der Fachhochschule mitgearbeitet hat.

m.stefanitsch@bvz.at