Erstellt am 03. November 2010, 00:00

Spaziergänger. Markus Stefanitsch zur Debatte rund um die BEWAG-Chefs.

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In der BEWAG wartet man gespannt auf den kommenden Montag. Dort sollen in einer Aufsichtsratssitzung unter anderem die künftigen Personalweichen gestellt werden. Allerdings nur halb-offiziell. Denn vergangenen Freitag sollen hinter verschlossenen Türen bereits die Würfel gefallen sein: In einem Gespräch zwischen Landeshauptmann Hans Niessl (als Eigentümervertreter) und den beiden Vorständen Hans Lukits und Josef „Peter“ Münzenrieder soll es dem Vernehmen nach bereits um die Modalitäten für eine einvernehmliche Trennung gegangen sein.

Beide Seiten halten sich allerdings strikt an das vereinbarte Stillschweige-Abkommen. Sowohl aus dem Landeshauptmannbüro als auch von Vorstandssprecher Hans Lukits gab es zu den Abgangsgerüchten (die BVZ berichtete) keinen Kommentar.

Während über die Zukunft der beiden Vorstände eisern geschwiegen wird, sickern nach und nach weitere Gründe für die Differenzen zwischen Land und BEWAG durch. Neben dem seit Jahren schwelenden Konflikt zwischen Landeschef Niessl und BEWAG-Chef Lukits spießte es sich zuletzt an den geplanten Strompreiserhöhungen seitens des Energiekonzerns. Aus Sicht des Landes waren die geplanten Erhöhungen aber zu hoch. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise und eines großen Sparpakets im Burgenland fürchtete die Politik massive Imageverluste, wenn im nächsten Jahr zu den geplanten Sparmaßnahmen auch noch gröbere Strompreiserhöhungen hinzukommen würden.

Ganz zu vermeiden wird die Erhöhung aber dennoch nicht sein, wissen Experten. Wie hoch diese ausfallen wird, wird man voraussichtlich nächsten Montag wissen ...

HINTER DEN KULISSEN DER LANDESPOLITIK

m.stefanitsch@bvz.at