Erstellt am 16. März 2016, 05:54

von Bernhard Fenz

Spielregeln einhalten: Bieder, aber sicher. Bernhard Fenz über das Thema Registrierkassenpflicht und den nötigen Umgang damit.

Dass im Zuge der Hauptversammlung des Burgenländischen Fußballverbands (BFV) am Sonntag nicht nur Sportpolitik in Reinkultur angesagt war, lag auf der Hand. Zu sehr ist die beschlossene Registrierkassenpflicht, die seit Jänner 2016 gilt und ab Juli rigoros kontrolliert werden soll, auch bei den Sportvereinen präsent.

Was in der „echten“ Gastronomie hinsichtlich elektronischer Aufzeichnung und Belegpflicht Gesetz ist, wird auch bei Überschreiten einer Umsatzuntergrenze an praktisch allen Kantinen für Knacker-, Wurstsemmel-, Getränkeverkauf und Co. gelten. Dieser erhöhte administrative und operative Aufwand bildet die Basis für Spannung bei den ehrenamtlichen Funktionären.

Also tat es vielen anwesenden Klubvertretern gut zu hören, dass politische Hochkaräter, wie Sportminister Hans Peter Doskozil oder Landeshauptmann Hans Niessl, Verständnis für die schwierige Lage äußerten. Letzterer sprach sich etwa solidarisch dafür aus, die Vereine von der Registrierkassenpflicht auszunehmen.

Ob dieser Wunsch umgesetzt werden kann? Fakt ist, dass ein bundesweites Gesetz beschlossen wurde und die Anzeichen auf eine baldige Adaptierung zugunsten der Sportvereine überschaubar sind. So gesehen gibt es aktuell nur eine vernünftige Sicherheitsvariante: sich rasch auf die neue Lage einzustellen. Alles andere wäre ein Spiel mit dem Feuer.