Erstellt am 09. März 2016, 06:29

von Markus Stefanitsch

Spitäler sind mehr als Medizinversorger. Markus Stefanitsch über das Gesundheitssystem und die Funktion unserer Spitäler.

Auf der einen Seite der überbezahlte, überhebliche Primar, der mehr in seiner eigenen Privat-Praxis als im Spital steht. Auf der anderen Seite der überforderte Beamte, der alle Wünsche der Ärzte durchwinkt und die Gesundheits-Millionen der öffentlichen Hand wie in einem Fass ohne Boden versenkt.

Was überspitzt dargestellt in den vorigen Jahrzehnten in der gesamten Gesundheitsversorgung gang und gäbe war, ist heutzutage längst nicht mehr vorstellbar. Am Beispiel Burgenland sieht man, dass sowohl die Ärzteschaft als auch die Trägergesellschaft KRAGES viel dazu gelernt haben.

Keine Frage, es gibt nach wie vor viele Baustellen und Streitigkeiten in allen Bereichen, aber die Herangehensweise an die Probleme hat sich schon verbessert. Die Ärzte legen neben den Anstrengungen, die Qualität für die Patienten im medizinischen Bereich zu erhöhen, auch ein höheres Maß an Kostenbewusstheit an den Tag.

Und seitens des Dienstgebers KRAGES wird ständig versucht, angesichts einer dünnen Budgetdecke, Prozesse zu optimieren, der Ärzteschaft sowie dem Pflegedienst Bürokratie abzunehmen und gute Arbeitsbedingungen zu schaffen.

All diese Schritte werden nicht von heute auf morgen gehen, sondern sind Teil eines Prozesses. Hier gilt es, alle Kräfte zu bündeln und das Image der Spitäler und der Krankenversorgung weiter zu stärken. Wichtig dabei ist die Standortgarantie für alle Krankenhäuser im Burgenland. Denn gerade in den Regionen sind die Spitäler neben der medizinischen Versorgung auch wichtige wirtschaftliche Faktoren, wo Arbeitsplätze entstehen, die umliegenden Betriebe Umsätze lukrieren und die sehr zur Identitätsstiftung im ländlichen Raum beitragen.