Mattersburg

Erstellt am 27. Juli 2016, 06:36

von Bernhard Fenz

Das Potenzial ist letztlich wichtiger. Bernhard Fenz über das gute, aber erfolglose Spiel des SVM gegen die Admira.

Glück. Pech. Unvermögen. Diese Grenzen sind im Fußball fließend. Fakt ist: Der SV Mattersburg kam zum Auftakt der neuen Bundesliga-Saison gegen die Admira zu einigen Top-Chancen. Einmal war die Innenstange im Weg, einmal das Lattenkreuz – eindeutige Fälle von Pech. Zumindest dreimal fehlte den Grün-Weißen aber einfach auch die nötige Kaltschnäuzigkeit.

Hinzu kommt, dass Admiras Christoph Knasmüllner das einzige Tor der Partie nicht nur deshalb erzielte, weil er genau in die Ecke traf, sondern weil er davor viel zu lasch attackiert wurde.

Keine Frage: Mattersburg spielte gut, die 0:1-Niederlage war unglücklich. Wer sich mit null Punkten aber auf solchen Lorbeeren ausruhen will, der wird es in weiterer Folge ganz schwer haben.

Grün-Weiß mag phasenweise die Power meisterlicher Zeiten erzeugt haben. Das ist gut. Nun gilt es aber mehr denn je, billige Gegentreffer wie jenen beim 0:1 unbedingt zu vermeiden und vorne noch mehr Nachdruck an den Tag zu legen.

Am Sonntag muss Mattersburg bei der Austria bestehen. Es wäre fatal, vorab nur den Faktor Glück zu strapazieren. Wichtiger ist die Erkenntnis, dass das Potenzial der Profis nach wie vor intakt ist. Das kann trotz Fehlstarts sehr wohl eine Moralinjektion sein – und die ist für die nächsten schweren Aufgaben auch dringend nötig.