Mattersburg

Erstellt am 05. Oktober 2016, 06:18

von Bernhard Fenz

Die Verantwortung in Grün-Weiß ist groß. Bernhard Fenz über die Neubesetzung in der Fußballakademie Burgenland und das sportliche Schicksal des SVM.

Im Sommer 2015 wurde das Betreuerteam der Fußballakademie Burgenland (AKA) mächtig umgekrempelt, um am Trainersektor für frischen Wind zu sorgen. Nun verabschiedet sich mit Hans Füzi der Sportliche Leiter der AKA, um sich innerhalb des Fußballverbands (BFV) wieder Vollzeit auf die Optimierung der burgenländischen Talenteschiene bis hin zur Akademie zu fokussieren.

Wer Füzi folgt, bleibt bis zur Aufsichtsratssitzung Mitte Oktober offen. Danach soll es zügig vorangehen, um noch vor der Generalversammlung im Dezember den neuen AKA-Sportchef bestellt zu haben. Attraktiv ist der verantwortungsvolle Koordinator-Posten zweifelsohne – so gesehen wird es auch für die Bestellung nicht an Kandidaten mangeln.

Auf die neue Person an der sportlichen Spitze wartet als Zielsetzung wohl wenig überraschend die „Optimierung der Möglichkeiten“. Parallel dazu baut sich aber auch ein Problem auf, das als Damoklesschwert über der Akademie hängt: das sportliche Schicksal des SV Mattersburg.

Burgenlands Fußball-Aushängeschild, dessen Profis und Amateure tagtäglich Seite an Seite mit dem Elite-Nachwuchs trainieren, zeichnet vor Ort jungen Talenten den Weg zum Profi sichtbar vor. Dass es AKA-Spieler ganz nach oben schaffen können und eingebaut werden, ist und bleibt eine wichtige Triebfeder für junge Kicker, um sich in der Fußballakademie Burgenland zu verwirklichen.

Aktuell befindet sich Grün-Weiß in der Bundesliga jedoch in akuter Abstiegsgefahr – die Spirale dreht sich gefährlich nach unten. Auch der angepeilte Wiederaufstieg der SVM Amateure aus der BVZ Burgenlandliga in die Regionalliga Ost ist momentan alles, nur noch nicht fix.

Diese sportlichen Prognosen am Ende der Fahnenstange können sich auf die Attraktivität der modernsten Nachwuchs-Schmiede Österreichs auswirken – wollen die Verantwortlichen künftig (was schwer genug war und bleibt) die besten burgenländischen Talente bekommen. So gesehen haben die Mattersburger Profis und Amateure noch mehr Verantwortung als ihnen wohl lieb ist.