Mattersburg

Erstellt am 28. September 2016, 05:56

von Bernhard Fenz

Ein klarer Fokus auf Cleverness und Stärke. Bernhard Fenz über die SVM-Profis, denen Schiri-Entscheidungen egal bleiben müssen – auch wenn’s schwerfällt …

„Wenn man in der 83. Minute 1:0 in Führung geht, muss man das auch heimspielen können. G’scheit war’s nicht.“ Diese kritischen Worte stammen von Martin Pucher nach dem späten Ausgleich und dem 1:1 gegen Ried. Der SVM-Klubchef sprach den umstrittenen Elferpfiff zum Ausgleich der Oberösterreicher in der Nachspielzeit gar nicht erst an, als Peter Zulj nach einem Zweikampf mit Alois Höller leicht zu Boden ging. Sehr zum Ärger der SVM-Crew, auch für neutrale Experten war der Penalty fragwürdig.

Schon eine Runde davor zeigte sich Grün-Weiß im doppelten Sinn „not amused“. Der letztlich deutlichen 0:3-Pleite bei Rapid ging ein zu Unrecht aberkanntes Kopfballtor von Thorsten Röcher sowie ein elferwürdiges (aber ungeahndetes) Foul an Patrick Farkas voraus. Fazit?

In der Konjunktiv-Tabelle stünde Mattersburg besser da. Sich darauf zu versteifen, wäre aber der erste Schritt ins Verderben. Also hob Pucher primär das grün-weiße Engagement in einer schwierigen Situation hervor – dieses stimme zuversichtlich. Schließlich gilt es auch, trotz moralischer Rückschläge den Fokus jetzt nur nicht zu verlieren. Der muss einfach lauten: 90 Minuten lang so eine gute und clevere Leistung abliefern, dass es auf einen (Fehl-)Pfiff nicht ankommt.