Erstellt am 24. August 2016, 06:02

von Martin Ivansich

Eine olympische Medaille mit Ansage. Martin Ivansich über die Bronze-Segler Tanja Frank und Thomas Zajac.

Als vor den Olympischen Spielen 2012 in London der Tornado-Bewerb aus dem Olympia-Programm gestrichen wurde, schien der Traum von Edelmetall für Thomas Zajac geplatzt. Galt er doch gemeinsam mit seinem damaligen Segel-Partner Thomas Czajka als aussichtsreicher Kandidat. Das Duo war Vize-Weltmeister 2009. Zajac musste sich umstellen, stieg in die neu geschaffene Nacra17-Klasse (eine Mixed-Disziplin) ein.

Mit der talentierten Tanja Frank, die 2011 420er-Jugendweltmeisterin wurde, im Boot bildet man gemeinsam seit Ende 2012 ein Duo. Auf Anhieb zählten die beiden Wiener, die für burgenländische Teams segeln und schon seit ihrer Kindheit am Neusiedler See „zu Hause“ sind, zur Weltspitze und standen in der Weltrangliste sogar ganz vorne. Nur bei Großereignissen schien es nicht klappen zu wollen.

Einem vierten Platz bei der EM folgte im Feber wieder „Blech“ bei der WM. „Man konzentriere sich nun auf die Spiele, hebe sich die Medaille eben für Rio auf“, meinte ein zerknirschter Thomas Zajac damals mit einem Hauch Galgenhumor.

Tatsächlich gelang es dem Nacra17-Gespann, den Fokus am Punkt genau auf Rio zu legen. Und auch wenn es nicht ganz für Gold gereicht hat: Diese Bronzene, Österreichs einzige Olympia-Medaille, glänzt vor allem rot-gold.