Mattersburg

Erstellt am 16. November 2016, 06:15

von Bernhard Fenz

Kampfgeist ist glaubwürdig. Bernhard Fenz über die Schnittpartie des SV Mattersburg beim SKN St. Pölten.

Während Österreichs 0:1-Pleite in der WM-Qualifikation gegen die Iren dem so verheißungsvoll gestarteten rot-weiß-roten (EM-)Fußballjahr einen weiteren bitteren Stempel aufdrückte, lodert auf Klubebene im äußersten Osten aktuell wieder etwas Glut. Der 2:1-Sieg des SV Mattersburg vor der Länderspielpause gegen Meister Red Bull Salzburg hat zwar noch kein Lauffeuer entfacht, Lust auf mehr machte der knappe Erfolg im Dauerregen aber sehr wohl.

Nicht zuletzt der offensichtliche Kampfgeist des Schlusslichts war die erfrischende Alternative zur spielerischen Schmalkost. Grün-Weiß auf Biegen und Brechen, das ist gerade jetzt die glaubwürdigste und für die Fans attraktivste Methodik, um den freien Fall zu verhindern. Niemand erwartet derzeit die ganz feine Klinge über 90 Minuten oder gar ein Feuerwerk an Kombinationsfußball.

Einfordern darf man aber den unbedingten Willen am Platz, Zielstrebigkeit im Spiel nach vorne und hundertprozentige Kompromisslosigkeit in der Defensive. Unter diesem Motto muss auch das Duell am Samstag in St. Pölten stehen. Denn erst durch einen Punkt(e)gewinn beim Vorletzten könnte tatsächlich von einem Aufwärtstrend gesprochen werden.