St. Pölten , Mattersburg

Erstellt am 04. April 2018, 06:22

von Martin Ivansich

Kühbauers Mission heißt Klassenerhalt. Martin Ivansich über die Rückkehr von Didi Kühbauer in die Bundesliga.

Für St. Pölten-Trainer Oliver Lederer bedeutete das 1:5 gegen Sturm das Ende seiner Tätigkeit in der niederösterreichischen Landeshauptstadt. Der Nachfolger für den 40-Jährigen war schnell gefunden. Nur einen Tag später präsentierte der SKN den neuen Mann an der Seitenlinie. Didi Kühbauer übernimmt und soll mit den Wölfen den Klassenerhalt schaffen.

Wieder einmal schlüpft der 47-Jährige in die Rolle des „Feuerwehrmanns“. Im November 2015 endete Kühbauers letztes Engagement beim WAC, wo er auch als „Retter“ geholt wurde. Der Klassenerhalt führt für St. Pölten mit großer Wahrscheinlichkeit über die Relegation. Dem ist sich auch der Mattersburger bewusst, betonte dies auch bei seinem ersten Interview als St. Pölten-Trainer. Acht Runden vor Schluss liegen die St. Pöltner zehn Punkte hinter dem rettenden neunten Platz.

Nicht nur am Sportlichen wird der Neo-Coach die eine oder andere Schraube drehen müssen. Kühbauers Qualitäten als Motivator werden mehr denn je gefragt sein, um das angeknackste Selbstvertrauen des einen oder anderen Spielers wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Kühbauer als Antreiber und Motivator, ein gewohntes Bild aus der Vergangenheit. Sowohl als Spieler wie auch als Trainer war der Burgenländer stets ein emotionaler Typ, ein echter Kämpfer eben.

Für ein Team, das in der Lage der St. Pöltener steckt, ist dies sicher kein Nachteil. Dass Kühbauer mit jungen Mannschaften umgehen kann und diese auch zu Erfolgen führen kann, bewies er bei seinen zwei bisherigen Trainer-Stationen in Österreichs höchster Spielklasse. Mit der Admira und dem WAC gelang ihm zunächst der Klassenerhalt, später der Einzug in den Europacup.

Die aktuelle Ausgangslage ist also keine Unbekannte für den Coach. Gelingt es Kühbauer, seine Tugenden auf das St. Pöltener Team zu übertragen, dann ist die Chance, dass der SKN auch in der kommenden Saison Bundesliga spielt, nicht so klein wie es aktuell scheint. Gleichzeitig könnte er dann ein drittes Mal beweisen, dass er mehr ist als nur ein „Feuerwehrmann“.