Eisenstadt , Mattersburg

Erstellt am 14. September 2016, 06:25

von Bernhard Fenz

Liga-Format: Die Ziele müssen offensiver werden. Bernhard Fenz über das neue Ligenformat in der Fußball-Bundesliga ab der Saison 2018/2019.

Nach der Bundesliga-Hauptversammlung Ende Mai ist mit dem Beschluss des ÖFB-Präsidiums am Freitag die Reform der obersten Ligen Österreichs praktisch durch. Ab der Saison 2018/2019 werden dann 12 Klubs in der Tipico Bundesliga sowie 16 in der Sky Go Ersten Liga spielen und die beiden Zehnerligen ablösen.

Gut möglich, dass sich spätestens dann die in der Ostliga bereits jetzt bärenstarken Ritzinger in der neuen zweithöchsten Spielklasse tummeln. Aber auch Bundesliga-Fixstern Mattersburg, wo Klubchef Martin Pucher entgegen dem allgemeinen Trend ein Zehnerliga-Befürworter war und ist, würde ganz oben neuen Zeiten entgegensehen. Angedacht ist ein Grunddurchgang von 22 Runden, ehe die Liga in ein Meister- und in ein Abstiegs-Play-Off getrennt wird.

Läuft alles nach Plan, werden sich in der oberen Tabellenhälfte mit Salzburg, Rapid, Austria und Sturm Graz primär die Top-Klubs der Liga wiederfinden. Bleiben in aller Regel noch zwei Plätze frei für das Meister-Play-Off, wo sich die Top-Sechs der Liga zweimal miteinander messen.

Zehn Spieltage lang könnte sich ein Außenseiter wie Mattersburg dann belohnen und durch die Bank interessante Partien bestreiten. Genau das musss im neuen Format auch das klar definierte Ziel sein. Denn das Abstiegs-Play-Off der Plätze sieben bis zwölf hat schon vorab von der Attraktivität und den sportlichen Entwicklungsmöglichkeiten her das Flair einer einzigen Bestrafung.