Ritzing , Mattersburg

Erstellt am 21. September 2016, 05:53

von Bernhard Fenz

Taten ja, Worte nein: Das ist ein guter Plan. Bernhard Fenz über den aktuellen Alleingang des SC Ritzing in der Ostliga und die Arbeit an der Lizenz im Hintergrund.

Sechs Spiele, sechs Siege, Platz eins. Die aktuelle sportliche Bilanz des SC Ritzing in der bisherigen Saison der Regionalliga Ost ist beeindruckend. Trainer Stefan Rapp und sein Team haben sich bereits im Frühjahr zu einer starken Einheit gefunden, die im Sommer nur punktuell verändert wurde. Jetzt wird geerntet.

Klar dauert die Saison noch lange, eine Prognose ist aber bereits zulässig: Läuft alles nach Plan, werden die Mittelburgenländer am Gipfel bleiben und somit die Relegation um den Aufstieg in die Erste Liga gegen den Vertreter der Regionalliga West erreichen. Im Idealfall wäre das dann der zweite Meistertitel nach 2014/2015. Damals scheiterte das Ziel Aufstieg aber bereits vor der Relegation.

In erster und zweiter Instanz wurde die Lizenz verwehrt, ehe sich der Verein vor der Entscheidung des Ständigen Neutralen Schiedsgerichts entschied, den Antrag zurückzuziehen. Naheliegend also, dass man in Ritzing aus der Vergangenheit gelernt hat und bereits das Paket für einen positiven Lizenzierungsbescheid schnürt. Glaubt man den Gerüchten, sieht es diesmal gar nicht so schlecht aus.

Optimalerweise sollen am Ende ein transparenter Profibetrieb und eine sattelfeste Vereinsstruktur überzeugen, um grünes Licht von der Bundesliga zu erhalten. Auch heikle Wortspenden wird es nicht geben. Obmann Harald Reiszner polarisiert. Das weiß er auch und bleibt gerade deshalb bewusst unter dem Radar der Öffentlichkeit – potenzielle Reibungspunkte soll es dann nicht geben.

Verständlich, dass man im Mittelburgenland in jeder Hinsicht vorab auf Nummer sicher geht. Zu viel steht am Spiel. Denn ein neuerliches Scheitern an der Lizenz wäre angesichts der sportlichen Dominanz diesmal eine echte Pleite.