Erstellt am 20. August 2014, 15:12

von Martin Ivansich

Unerwartetes, aber brisantes Duell. Martin Ivansich über das Ostliga-Derby zwischen Parndorf und Neusiedl.

Wenige Fußballexperten hätten sich vor einem Jahr gedacht, dass es in dieser Saison ein Ostliga-Derby zwischen Parndorf (letztes Jahr noch Erste Liga) und Neusiedl (letzte Saison BVZ Burgenlandliga) gibt. Noch weniger war damit zu rechnen, dass die Bezirkshauptstädter als Favorit — zumindest laut Tabelle — nach Parndorf reisen. Denn nach drei Runden steht der NSC, doch ein wenig überraschend, als einziges Team ohne Punkteverlust an der Spitze. Parndorf patzte zuletzt bei den St. Pölten Juniors und geht mit drei Punkten Rückstand in das Prestige-Duell mit dem Lokalrivalen.

Die Ristic-Truppe aus der Seestadt hat also die historische Chance, den zuletzt übermächtigen Parndorfern die Nummer-Eins-Position im Bezirk streitig zu machen. Kapitän Johannes Seywerth und Co. kommen jedenfalls mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen und Euphorie in das Heidebodenstadion, das am Freitag mit Sicherheit ein emotionsgeladener Hexenkessel sein wird.

Für Parndorf hingegen ist ein Sieg beinahe Pflicht. Nicht nur, weil es ein Derby ist, viel mehr, um nach dem 1:2-Umfaller in St. Pölten nicht den Kontakt zur Spitze zu verlieren. Die Pole Position im Bezirk ist für Thomas Jusits, Roman Kummerer und Kollegen die eine Seite, die andere ist der Titelkampf. Denn ein Derbysieg ist zwar schön für Spieler und Fans, aber nur ein Teilstück für den Erste-Liga-Anspruch, den man beim SC/ESV stellt.