Erstellt am 22. Juli 2015, 06:36

von Bernhard Fenz

Wie man sich beim SVM bedanken kann. Bernhard Fenz über den Auftakt gegen Salzburg, der sich trotz ungünstiger Anpfiffzeit einen Besuch im Stadion verdient hat.

Der jüngste Mattersburger Aufstieg und der Meistertitel ziehen sich über die Vergangenheit der Grün-Weißen wie ein Zuckerguss. So einfach ist das, wenn sich der Erfolg wieder eingebürgert hat.

Dabei drohten noch vor etwas mehr als einem Jahr die Relegation und der mögliche Abstieg in die Ostliga. Der SV Mattersburg war mitten in der Selbstfindungs- und Umbauphase nach der sportlich schwärzesten Stunde der Vereinsgeschichte, als sich die Profis 2013 den Last-Minute-Abstieg vom Feinsten selbst einbrockten. Viele trauten den Burgenländern keine so rasche Verwandlung in den Meistermodus zu. Aber es gelang – Stichwort Mut zu einem neuen (dominanten) Spielstil, Stichwort gute Transfers, Stichwort vorhandene Vereinsbasis.

Am Samstag wird daheim zum Auftakt gegen Meister Salzburg offiziell die Rückkehr in die – wie sie nun heißt – tipico Bundesliga gefeiert. Spätestens dann sind auch wieder all jene Stadion-Besucher gefordert, die noch vor zwei Jahren enttäuscht wurden und danach das Pappelstadion nicht mehr von innen sahen. Denn diese Mattersburger Mannschaft hat sich eine Chance verdient. Längst wurden die Lehren aus der Vergangenheit gezogen, Burgenlands Fußball-Aushängeschild hat sich als Team neu und attraktiv positioniert. Wer also jetzt (trotz ungünstigem sommerlichen 16 Uhr-Termin) wieder den Weg ins Stadion findet, kann sich so auf seine ganz eigene Weise für die harte SVM-Arbeit am Bundesliga-Comeback bedanken.