Erstellt am 21. Januar 2015, 07:24

von Markus Stefanitsch

„Süd-Manager“– alles nur Show?. Markus Stefanitsch über das Kuriosum „Südburgenland-Manager“.

„Süd-Manager“– alles nur Show? Die Wogen rund um die Bestellung von Rudolf Luipersbeck (

) und seinen schnellen Rückzug des selbigen gingen in der Vorwoche sehr hoch. Vor allem Landeshauptmann Hans Niessl war öffentlich ungewohnt erzürnt über den Koalitionspartner ÖVP.

Die Niessl-SPÖ warf ÖVP-Chef Franz Steindl vor, den ehemaligen Langzeitchef der Kurbad Tatzmannsdorf AG Luipersbeck medial „hinausgeekelt“ zu haben. Steindl selbst sieht es naturgemäß anders und spricht von Dilettantismus seitens der SPÖ.

Was aber hat nun Luipersbeck tatsächlich zum gar so schnellen Rückzug bewogen? Der erfahrene Manager muss doch gewusst haben, dass es in Wahlkampfzeiten nicht ohne öffentliche Kritik von allen Seiten gehen kann, wenn es um die Besetzung eines neu geschaffenen Posten geht. Und wenn er lediglich Fahrtgeld verrechnet und ansonsten kein Gehalt bezieht, kann er sich so und so nichts vorwerfen lassen.

Jetzt kursieren schon zwei Gerüchte, warum es nicht geklappt hat: Eine Variante ist, weil Luipersbeck selbst überrascht war über den Zeitpunkt der öffentlichen Bekanntgabe (er hat es erst zwei Stunden vor der Pressekonferenz erfahren), hat er sich überrumpelt gefühlt und zurückgezogen.

Die andere Variante lautet, dass alles nur Show war und er sowieso nie infrage gekommen wäre. Jetzt sei die Position Südburgenland-Manager etabliert und so wird schon munter über andere Namen spekuliert: Gerhard Pongracz, Ex-Stadtchef von Oberwart, ist ab Ende Mai in Politik-Pension …

Rudolf Luipersbeck selbst wird es durchaus verkraften, immerhin kann er den Ruhestand mit einem Betriebspensions-Fonds in der Höhe von rund zwei Millionen Euro genießen.

BVZ.at hatte berichtet: