Erstellt am 13. August 2014, 07:01

von Martin Ivansich

Top-Ergebnis nur eine Frage der Zeit. Martin Ivansich über den Auftritt von Bernd Wiesberger bei der PGA Championship.

Bernd Wiesberger wird mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die PGA Championship zurückblicken.

Drei Tage lang spielte er Golf vom Feinsten. Mit einem 65er-Score in der dritten Runde und dem „shot of the day“ (ein 168-Yard-Schlag auf Loch 17, Par 4, wo ihm nur wenige Zentimeter auf ein hole-in-one fehlten) spielte er sich mit einem Schlag Rückstand auf den Weltranglistenersten Rory McIlroy auf Platz zwei und ins Rampenlicht der Golfszene — auch wenn der 28-Jährige dann am letzten und entscheidenden Tag seine Leistungen nicht ganz bestätigen konnte.

Da war „der Rhythmus“ nicht mehr vorhanden. Am Ende bedeutete dies Platz 15 und 95000 Euro Preisgeld. Im ersten Moment wohl ein schwacher Trost, wenn man am Finaltag sogar noch gute Chancen auf den ganz großen Wurf hat. Bei genauerer Betrachtung ist es aber eine offizielle Bestätigung seines Könnens. Den Großteil dieses Major-Turniers spielte er mit den Besten der Welt auf Augenhöhe.

Am Ende machten nur Kleinigkeiten den Unterschied aus. Fakt ist, dass Wiesberger so gut wie angekommen ist, im Konzert der ganz Großen. Mehr denn je steht fest, dass er bei den wichtigsten Turnieren im Golfsport ganz vorne mitmischen kann.

Wirft man einen Blick auf Wiesbergers Entwicklung der letzten Jahre, ist es also nur noch eine Frage der Zeit, bis der zwölfte Platz von Markus Brier (2007 bei den British Open) als beste Major-Platzierung eines Österreichers fallen wird.