Erstellt am 02. April 2014, 09:41

von Bernhard Fenz

Und wenn es die Brechstange ist …. Bernhard Fenz über die mittlerweile prekäre Lage beim SV Mattersburg und eine notwendige Reaktion.

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Spätestens jetzt ist klar: Mattersburg steckt schwer im Abstiegskampf der Ersten Liga – und das, obwohl die Grün-Weißen aufgrund der professionelle(re)n Strukturen theoretisch stärker als die restlichen Kellerkandidaten einzuschätzen sind.

Dabei konnte nach dem durchwachsenen Herbst von einer Trendwende ausgegangen werden. Anpassungsphase an die neue Liga, Klarheit nach dem Trainerkarussell (Alfred Tatar löste Franz Lederer ab, Selbiger wurde nach Tatars Abschied Interimscoach, dann kam Ivo Vastic), Überwindung der schmerzhaften Abstiegserfahrung, Konsolidierung durch erste Erfolgserlebnisse, damit einhergehend dominanteres Auftreten: All diese Faktoren hätten zumindest ansatzweise bereits greifen können – trotz der permanenten Verletzungssorgen (nicht nur das Fehlen von Stützen wie Manuel Seidl oder Patrick Bürger schmerzt).

Zum jetzigen Zeitpunkt ist von besagter Trendwende jedenfalls keine Spur – Heimspielchancen gegen Horn (2:2), Vienna (1:1) und Hartberg (2:2) verstrichen. Die direkten Konkurrenten wurden nicht abgeschüttelt, die Pleite gegen Liefering (0:5) und das verlorene Derby in Parndorf (1:2) tun ein Übriges.

So trennt den SVM nur noch ein Punkt vom Relegationsplatz. Spätestens, wenn am Freitag und am Dienstag die Spitzenklubs Altach und Austria Lustenau zu Gast sind, muss endlich eine Reaktion folgen. Soll doch die Brechstange ausgepackt werden. Soll die Partie doch hektisch werden. Hauptsache, es gibt einen Wachrüttler.

Andernfalls wartet sportlicher Horror. So die Bundesliga im Zuge des Lizenzierungsverfahrens nicht den einen oder anderen Klub durchfallen lässt und den wirtschaftlich vorbildlichen Burgenländern die sportliche Nagelprobe erspart bleibt, droht ein Jahr nach dem Gang aus der höchsten Liga wieder Fatales – die Relegation gegen den LASK und im Falle des Falles der nächste Abstieg. Das hieße dann konkret: Regionalliga-Spiele gegen die Zweierteams von Austria, Rapid, Admira und … den potenziellen Ostliga-Aufsteiger Parndorf Amateure. Ist dieses Szenario nicht Warnung genug?