Erstellt am 14. Dezember 2011, 00:00

Verantwortung liegt bei den Eltern.

ROUVEN

ERTLSCHWEIGERüber dicke Kinder, die älter  werden.         

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Mit einem ambitionierten Ziel startet die Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA) ins neue Jahr. Unter dem Motto „Selbstständig Gesund“ will man die Versicherten in Zusammenarbeit mit den Hausärzten vulgo Gesundheitscoaches dazu animieren, verstärkt auf die eigene Fitness zu achten. Zusätzlich zu den fünf Gesundheits-Parametern (Blutdruck, Gewicht, Bewegung, Tabak und Alkohol) werden zwischen Arzt und Patienten auch Gesundheitsziele determiniert, die in einem bestimmten Zeitraum erreicht werden sollen. Devise: Vorbeugen statt heilen.

Unabhängig von der SVA richtete auch die Sportunion vor ein paar Tagen eine Petition („Mehr Bewegung an Österreichs Schulen“) an die Bundesregierung und den Nationalrat, in der unter anderem (wieder einmal) die Einführung der täglichen Sportstunde in Kindergärten und Schulen gefordert wird. Hintergrund ist (wieder einmal) eine alarmierende Studie, die (wieder einmal) ergeben hat – Achtung, Überraschung! –, dass sich unsere Kinder immer weniger bewegen und immer dicker werden.

Sowohl die Initiative der SVA als auch jene der Sportunion ist wichtig und lobenswert. Will man in den Köpfen der Menschen jedoch eine tatsächliche und vor allem eine nachhaltige Bewusstseinsbildung für einen gesunden Lebenswandel erreichen, sind primär einmal die Eltern gefordert. Hand aufs Herz: Wir sind doch in Wahrheit die ersten Gesundheitscoaches, die unseren Kindern Vorbild in punkto regelmäßiger Bewegung, gesunder Ernährung, Alkohol etc. sind. Wenn es uns gelingt, mit gutem Beispiel voranzugehen und zu vermitteln, dass Bewegung wichtig ist, ersparen wir uns in Zukunft viel Geld (Stichwort SVA), leben vielleicht länger und brauchen keine Studien mehr, die uns bestätigen, was wir sowieso sehen, wenn wir mit offenen Augen durchs Leben gehen. Wir müssen es nur wollen und tun.

KOPFBÄLLE

r.ertlschweiger@bvz.at