Erstellt am 15. Oktober 2013, 09:08

Von Schweden bis nach Kasachstan. Bernhard Fenz über die Hochstimmung vor den letzten beiden WM-Qualifikationsspielen und den folgenden Katzenjammer. KOMMENTARWar es Zweckoptimismus, gelebter Patriotismus oder pure Überzeugung, dass auffallend viele Stimmen – etwa auch

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War es Zweckoptimismus, gelebter Patriotismus oder pure Überzeugung, dass auffallend viele Stimmen – etwa auch im Zuge unserer vorwöchigen BVZ-Umfrage in der regionalen Fußball-Szene – auf den zweiten Gruppenplatz für Österreich bei der WM-Qualifikation getippt haben? Die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte liegen. So wie die sportliche Bilanz.

Eine beeindruckende erste Hälfte beim 1:2 in Schweden ist beeindruckend wenig wert, wenn am Ende des Tages die Qualifikation flöten geht, weil nicht einmal ein Punkt als Lohn übrig bleibt. Dass die gestrige Dienstag-Partie auf den Färöer Inseln so zur lästigen Pflichtaufgabe mutierte, spricht gegen die Konstanz.

Und nun? Österreich ist gescheitert, erhält keine Quali-Chance über die Play-offs der Gruppenzweiten. Wieder einmal droht auch das Ende jener Euphorie, die hierzulande oft genauso rasch wieder verschwindet, wie sie aufgetaucht ist.

Bei allem Ärger und Frust über eine entscheidende Pleite wie am Freitag – die Bilanz gegen die direkten Konkurrenten Schweden (ein Sieg, eine Niederlage, Torverhältnis 3:3) und Irland (ein Sieg, ein Unentschieden, 3:2) ist in Ordnung: Wenn Österreich die Chance auf das Play-off leichtfertig verspielt hat, dann speziell vor einem guten Jahr beim 0:0 in Kasachstan. Diese fehlenden Punkte begleiteten die Mannschaft wie ein dunkler Schatten durch die Qualifikation. Und ohne die positiv erfüllte Pflicht ist eine Kür ungleich schwieriger.