Erstellt am 20. Mai 2015, 06:30

von Bernhard Fenz

Vor der Relegation gibt es kein Pardon. Bernhard Fenz über die mögliche sechste Relegation des SC/ESV Parndorf, die sportlich aber nun fixiert werden muss.

Parndorf und die Relegation, das ist eine österreichweit einzigartige Geschichte. 2004, 2010, 2011, 2013 (als Regionalligist) und 2014 (als Neunter der Ersten Liga) hat der SC/ESV bereits jene K.o.-Duelle bestritten, die über ein Ticket in der Ersten Liga entscheiden.

2015 kann das sechste Mal folgen, da Ostliga-Meister Ritzing die Lizenz in zweiter Instanz verwehrt wurde.



Voraussetzungen dafür:

1.) Die Mittelburgenländer erhalten das Bundesliga-Pickerl auch in letzter Instanz (das Ständige Neutrale Schiedsgericht) nicht, was sehr wahrscheinlich ist.

2.) Parndorf bleibt Zweiter.

Zwei Spieltage vor Schluss liegen die Nordburgenländer (klar besseres Torverhältnis inklusive) drei Punkte vor der Vienna, am Freitag sind sie beim Letzten Neuberg (27 Spiele/9 Punkte) zu Gast.

Unwahrscheinlich, aber theoretisch möglich: Wird Parndorf doch noch vom ältesten Fußballklub Österreichs überholt, würde die Regionalliga Ost keinen Relegationsteilnehmer stellen – weil Ritzing und Vienna die Lizenz fehlt.

Zwei Klubs auf den ersten beiden Plätzen sind einer zu viel. Für den SC/ESV Parndorf, der nach einer zwischenzeitlich tollen sportlichen Aufholjagd im Frühjahr und einem leichten Hänger zuletzt lachender Zweiter werden kann, ist klar: Wer mit Würde in eine Relegation einziehen will, braucht jetzt nicht auf die Ergebnisse der Konkurrenz hoffen, sondern muss sportlich ein deutliches Zeichen setzen: Das kann nur ein klarer Sieg beim abgeschlagenen Schlusslicht sein.