Erstellt am 15. Februar 2012, 00:00

Wappler zu sein ist kein toller Anreiz. BERNHARD FENZ über die (geringe) Zahl der Schiedsrichter. Über kurz oder lang wird das ein Riesenproblem.

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Es klingt einfach: Jeder der 173 Vereine im Burgenland müsste einen Verbandsschiedsrichter zur Verfügung stellen, dann wäre alles in Butter. Die Realität sieht mit 120 Unparteiischen anders aus.

Das ist nicht überall so. Große Landesverbände wie Niederösterreich (rund 560 Aktive bei 519 Vereinen) sind quasi sorgenfrei – kleinere wie Tirol, Vorarlberg oder Schlusslicht Burgenland nicht. Das ist ein Problem. Was passiert, wenn die Zahlen sinken? Über kurz oder lang droht dem geregelten Betrieb im Unterhaus der Kollaps.

Um dieses Szenario zu vermeiden, müssen Anreize für neue Referees geschaffen werden. Aber was zieht? Mehr Geld? Privilegien für alle Vereine, die einen eigenen Schiri stellen? Vielleicht ja. Sicher ist das aber nicht. In jedem Fall muss endlich eine neue Wahrnehmung der Schiritätigkeit innerhalb unserer kleinen Fußball-Szene her. Solange flächendeckend nur transportiert wird, dass Unparteiische (bei denen es natürlich schwarze Schafe gibt) lediglich Wappler und sonst gar nichts sind, wird der Zulauf von Interessenten nicht steigen. So viel ist sicher.

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