Erstellt am 24. Februar 2016, 04:24

von Bernhard Fenz

Was bei aller Hektik letztlich wirklich zählt. Bernhard Fenz über eine finale Belohnung der Leistung des SV Mattersburg beim 2:2 in Wien gegen die Austria.

Ganz ehrlich. Referee Dominik Ouschan wird beim Spiel der Austria gegen den SV Mattersburg alle Entscheidungen, von denen die eine oder andere für burgenländischen Ärger sorgte, im besten Gewissen gefällt haben.

Es ist das alte Lied: Mit einer Zeitlupe als Joker und einigen Sekunden Puffer, um rational entscheiden zu können, wirkt manche Aktion in einem anderen Licht. Ohne Vorwurf muss etwa ein abgepfiffener Vorstoß von Alex Ibser bleiben, der beim Abspiel nicht Abseits war – haarscharf, und für das menschliche Auge in Sekundenbruchteilen schwer zu beurteilen.

Das „gefährliche Spiel“ beim aberkannten Fallrückzieher-Tor von Markus Pink zum vermeintlichen 0:2 ist trotz mehrmaliger Zeitlupen nur sehr schwer nachvollziehbar. Aus Sicht der Grün-Weißen haben zusätzlich zwei potenzielle Rotfouls (Christoph Martschinko gegen Thorsten Röcher und Alexander Grünwald gegen Patrick Farkas), die mit Gelb geahndet wurden, den Ärger perfekt gemacht. Andererseits: Wie wäre die Partie gelaufen, hätte sich Nedeljko Malic nicht zu einem unüberlegten Gelb-Rot-Tackling hinreißen lassen? Fragen über Fragen.

Abseits streitbarer Referee-Entscheidungen ist der allerwichtigste Eindruck jedenfalls den Spielern geschuldet: Die SVM-Profis haben trotz numerischer Unterzahl weder aufgegeben oder zurückgesteckt, geschweige denn sich aus der Ruhe bringen lassen – und wurden am Ende mit dem 2:2 belohnt. Nur das zählt.