Erstellt am 02. September 2015, 06:32

von Bernhard Fenz

Wenig Platz im Kreis des Vertrauens. Bernhard Fenz über die Erfolge des A-Teams und die parallel dazu große Hürde, noch in den fixen Kader zu rutschen.

Am Freitag gegen Moldawien und/oder am Dienstag in Schweden kann Österreichs A-Team die Qualifikation für die Europameisterschaft 2016 in Frankreich am Papier fixieren.

Tatsächlich ist der rot-weiß-rote Tabellenführer ohnehin praktisch durch. Dessen sind sich die Verantwortlichen wohl auch bewusst, professionellerweise wurde der Ball aber trotz toller Bilanz noch flach gehalten.



Unaufgeregt bleiben, Kontinuität wahren, eine klare Linie durchziehen – diese Erfolgs-Strategie hat sich im Lauf der Jahre unter Teamchef Marcel Koller bewährt. Auch personaltechnisch vertraut der Schweizer bekanntlich konsequent (s)einem Stamm an Profis.

Burgenländische Kicker haben es in diesen langfristigen Kreis des Vertrauens nicht geschafft, angeklopft wird aber weiterhin. Beispiel Union Berlin-Legionär Christopher Trimmel: Er steht als Außenverteidiger aktuell auf der Abrufliste. Oder Stürmer Philipp Hosiner, der gerade in Köln wieder auf Touren kommt.

Leicht wird die Team-Mission freilich nicht. Wer für die EM in Frankreich in die engere Auswahl kommen will, sollte im besten Fall schon dabei sein. Ansonst ist nur rasches und nachhaltiges Aufdrängen eine Option. So könnte wenigstens der erweiterte Kader winken – und dann ist ein Last-Minute-Ticket möglicherweise wieder drin.