Erstellt am 27. November 2013, 23:59

von Bernhard Fenz

Wenn ein Problem hängen bleibt. Bernhard Fenz über die Freigabe eines suspendierten Spielers und einen in der Folge höchst schleppenden Informationsfluss. KOMMENTARNach den jüngsten Vorfällen rund um die Wettmanipulationen im Fußball – etwa die Causa von Ex-Grödig-Spieler

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Nach den jüngsten Vorfällen rund um die Wettmanipulationen im Fußball – etwa die Causa von Ex-Grödig-Spieler Dominique Taboga, der neben Ex-Profi Sanel Kuljic ins behördliche Visier geriet – ist die Szene noch stärker sensibilisiert.

Das Vertrauen in den Sport wurde in Mitleidenschaft gezogen. Klar: Es wird immer schwieriger, zwischen „gut“ von „böse“ zu unterscheiden – wenn es plötzlich in unseren Köpfen von Relevanz ist, ob ein Foul, ein schlechtes Abwehrverhalten oder die vergebene Chance vielleicht doch mit dunklen Vorsätzen in Zusammenhang stehen könnte. Es gibt viele Verdachtsmomente: Nun gilt es, Greifbares von Haltlosem zu trennen.

Eine gemeinsame klare Linie der Verbände über die Grenzen hinweg wäre dann die nächste wichtige Facette. Denn wie unterschiedlich die Herangehensweisen sind, hat sich am Fall von Mark Danyi gezeigt. Der ungarische Fußballverband suspendierte ihn aufgrund des Verdachts der Wettmanipulation in seinem Heimatland von allen Bewerben. Gesperrt – ein Kriterium für ein länderübergreifendes Handeln – wurde er aber nicht, weshalb ihm im Sommer schließlich auch die Freigabe für einen Wechsel nach Loipersbach in die 2. Liga Mitte erteilt wurde. Lose informiert wurde der ÖFB (der dann dem BFV und dem Verein Bescheid gab) darüber jedoch erst nach dem Transfer – eigentlich unglaublich, dass so etwas in Zeiten modernster Kommunikation noch möglich sein kann.