Erstellt am 04. November 2015, 05:57

von Markus Stefanitsch

Wer soll das bezahlen?. Markus Stefanitsch über die Kosten für die Flüchtlingskrise im Land.

Der Streit um die Kosten für die Versorgung und den Weitertransport der vielen Flüchtlinge an Burgenlands Grenzen spitzt sich im Hintergrund immer mehr zu. Auch wenn im Moment die Lage an den burgenländischen Grenzen ruhig ist, waren es in den Wochen davor fast 300.000 Menschen, die verpflegt und vor allem auch weiter transportiert wurden.

Was man dabei oft vergisst: Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz und andere Einrichtungen kosten Geld. Vor allem die tausenden Überstunden der Mitarbeiter müssen abgegolten werden. Das Rote Kreuz rechnet mit Ausgaben von rund 1,5 Millionen Euro. Allein rund 20.000 Dienststunden wurden geleistet. Nicht auszurechnen, welche Kosten ohne die tausenden Stunden von freiwilligen Helfern im ganzen Land und speziell im Bezirk Neusiedl am See noch angefallen wären.

Außerdem ist noch nicht klar, in welches Budget die Kosten für den Weitertransport fallen werden. Hier geistern Zahlen zwischen einer und drei Millionen durch den Raum. Dass diese Summen auf ganz Österreich verteilt werden müssen, ist zwar klar, aber um eine tatsächliche Lösung wird im Hintergrund noch gerungen. Klar ist jedenfalls, dass das Burgenland nicht auf den Kosten sitzen bleiben wird. Landeshauptmann Hans Niessl hat dies auch zur Chefsache erklärt und will das Thema in der Landeshauptleute-Konferenz klären.

Für Niessl ist ganz klar, dass die zusätzlichen Ausgaben der burgenländischen NGOs auf jeden Fall vom Bund abgegolten werden müssen – und von den Überstunden der Polizisten im Land erst gar nicht zu reden.