Erstellt am 15. Juli 2015, 06:46

von Bernhard Fenz

Wer will sich ein Denkmal errichten?. Bernhard Fenz über Geld, das im Unterhaus ausgegeben wird: Gut für den Moment, schlecht für die Nachhaltigkeit.

Wenn Mittwochnacht die Transferzeit von der Ostliga abwärts endet, haben sich die Klubs im Optimalfall wieder „erfolgsorientiert“ aufgestellt. Der Begriff ist allerdings ambivalent. Allzu oft bedeutet er, dass die Kampfmannschaft in der neuen Saison konkurrenzfähig sein muss.

In diesem Druckkochtopf agieren auch unsere Funktionäre. Sie müssen Geld aufstellen und in Zeiten von Gebietskrankenkassa- und Finanzprüfungen das „Unternehmen Fußballklub“ am Leben halten – ein schweres Los.

Unpopuläre Maßnahmen haben da oft wenig Platz: Etwa die personellen Kräfte und finanziellen Mittel in eine verstärkte Nachwuchs-Offensive pumpen und Mut zu haben, mit der Kampfmannschaft sogar einen sportlichen Abstieg zu riskieren – oder gar Mitstreiter ins Boot zu holen, um eben gemeinsam zu funktionieren. Das wird nicht sofort greifen und schon gar nicht von der Masse honoriert.

Im Lauf der Jahre könnten ehrenamtliche Funktionäre mit Weitblick aber so dem Vereins-Sterben entgegentreten und das regionale Fußballgeschäft neu beleben. Auch wenn die Saat nicht gleich aufgeht: Ein Denkmal wäre ihnen dafür von den kommenden Generationen sicher.