Erstellt am 02. Dezember 2015, 05:58

von Markus Stefanitsch

Wirbel um Nationalpark und Bischofs-Brief. Markus Stefanitsch über einen Nationalparkstreit und verbale Entgleisungen.

Dicke Luft im Nationalpark. Einen Paukenschlag gibt es in der Nationalparkgesellschaft Neusiedlersee-Seewinkel. Der ehemalige Direktor des Tiergartens Schönbrunn, Helmut Pechlaner, hat sein Mandat zurückgelegt.

Auslöser des Rücktritts war ein – laut Pechlaner – „heftiges Telefonat“ mit dem Vorsitzenden des Vorstandes, Ex-ÖVP-Landesrat Paul Rittsteuer, in dem ihm dieser mitteilte, jegliches Vertrauen verloren und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Pechlaner nicht mehr gegeben sei. Deshalb will Pechlaner jetzt als ältestes Vorstandsmitglied der jüngeren Generation oder vielleicht „sogar einem ersten weiblichen Vorstandsmitglied Platz machen“.

Rückendeckung erhält Pechlaner von Hans Niessl, der bedauert, dass mit einem „kompetenten, erfahrenen und bewährten Aufsichtsrat so umgegangen wird.“ Das Ausscheiden von Pechlaner sei weder in seinem Sinne noch in dem des Landes.

Heftiger Wirbel. Große Aufregung gab es in der Vorwoche um einen diffamierenden Brief gegen Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics, in dem der Vorsitzende des Kroatischen Kulturvereins HKD, Stanko Horvath, aufgrund seiner Sehbeeinträchtigung die Funktion als Wegweiser der Gesellschaft in Frage stellte.

Während Stanko Horvath über die ORF-Volksgruppen-Redaktion ausrichten ließ, dass er eine Klage einbringt, erreichten uns in der Redaktion viele Briefe und Mails, wo Katholiken und Hilfsorganisationen ihre Empörung über diese Entgleisung Horvaths kund taten.

Alle mit ähnlichem Fazit: Inhaltlich kann man alles kritisieren, menschlich gesehen ist es empörend, dem Bischof wegen seiner Sehbeeinträchtigung Kompetenzen abzusprechen.

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