Erstellt am 06. März 2013, 10:17

Zwei Sieger und ein Protestfaktor. Markus Stefanitsch über das künftige Match Strache gegen Stronach im Burgenland.

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Das war ein Auftakt für das Superwahljahr 2013! Die größten Erkenntnisse des vergangenen Sonntags: Niederösterreich ist anders, Kärnten nicht mehr. Erwin Pröll holte entgegen europaweiten anderen Trends erneut die absolute Mehrheit für die ÖVP und in Kärnten ist von der ehemaligen rechten Hochburg lediglich ein blaues Trümmerfeld übrig, das nun unter dem neuen Landeschef Peter Kaiser (SPÖ) wieder aufgebaut werden soll.
In beiden Ländern hat das Team Stronach auf Anhieb einen Sitz in den Regierungen ergattert und somit der FPÖ österreichweit erstmals das Fürchten gelehrt. Dass sich dabei FPÖ-Chef HC Strache in ungewohnter Rolle als Wahlverlierer den Interviews stellen musste, war nicht nur für den Rechtspolitiker eine neue, ungewohnte Situation.

Auch wenn das Team Stronach in allen Partei-Teichen gefischt hat, so ist doch am augenscheinlichsten, dass es vor allem die Protestwähler zum Austro-Kanadier zieht. Genau deshalb wird vor allem innerhalb der FPÖ nun endgültig das große Zittern beginnen. So auch im Burgenland, wo es zum spannenden Match FPÖ gegen Team Stronach kommen wird. Bisher profitierten die Freiheitlichen im Land in erster Linie von den Auftritten von HC Strache. Der Spitzenkandidat war mehr oder weniger nur die Draufgabe. Ähnlich ist es beim Team Stronach. Auch hier überstrahlt Parteichef Frank Stronach sämtliche Parteikollegen. Ganz im Gegenteil zu SPÖ und ÖVP, die auf die große Hilfe von Werner Faymann oder Michael Spindelegger eher verzichten. Entscheidend wird die Nationalratswahl im Herbst: Wer hier Dritter wird (Strache oder Stronach), wird es ziemlich sicher auch im Burgenland.