Erstellt am 03. Januar 2011, 12:12

2011 werden im Burgenland zwei Ortschefs neu gewählt. Bürgermeister von Halbturn legte sein Amt mit 31. Dezember zurück. Urnengang in Unterrabnitz-Schwendgraben am 27. Februar.

Im Burgenland findet die nächste Bürgermeister- und Gemeinderatswahl turnusmäßig im Jahr 2012 statt. In zwei Kommunen werden die Bürger aber bereits heuer zu den Urnen gerufen, um einen neuen Ortschef zu wählen. Notwendig wurden die Urnengänge in Unterrabnitz-Schwendgraben (Bezirk Oberpullendorf) sowie in Halbturn (Bezirk Neusiedl am See) nach dem Rücktritt der Bürgermeister beider Gemeinden.

In Unterrabnitz-Schwendgraben steht der Wahltermin am 27. Februar bereits fest. Die Neuwahl wurde erforderlich, nachdem Bürgermeister Wilhelm Heissenberger (V) "persönliche Verfehlungen" im Zusammenhang mit der Landtagswahl 2010 eingeräumt hatte. Dabei ging es um 13 teilweise durch Unterschriftsfälschung mutmaßlich manipulierte Wahlkarten. Heissenberger trat nach Bekanntwerden der Angelegenheit Ende Oktober des Vorjahres zurück.

Morgen, Dienstag, endet die Frist für Einwendungen gegen das Wählerverzeichnis. Bis 14. Jänner können Wahlvorschläge für die Bürgermeisterwahl eingebracht werden. Bis 28. Jänner laufen dann noch Sanierungsfristen, hieß es von der Landeswahlbehörde.

Der Ortschef von Halbturn, Peter Nachtnebel (V), trat mit Jahresende 2010 aus beruflichen Gründen zurück. Seine "Spitzenposition als Manager in der Privatwirtschaft" sei nach eigenen Angaben nicht mehr länger mit dem Bürgermeister-Amt vereinbar gewesen, erklärte VP-Bezirksparteiobmann Rudolf Strommer am Montag in einer Aussendung.

Die Landesregierung hat nun sechs Wochen Zeit, die Wahl auszuschreiben. Die beiden neu zu wählenden Ortschefs sind bis zur Kommunalwahl 2012 im Amt. Tritt im Burgenland ein Bürgermeister innerhalb eines Jahres vor der nächsten Wahl zurück, kann sein Nachfolger vom Gemeinderat gewählt werden. Auch in diesem Fall dauert die Amtsperiode bis zum nächsten landesweiten Urnengang.