Erstellt am 16. Dezember 2013, 13:54

2013 brachte EU-Millionen und "Stromautonomie". Das Regierungsteam der SPÖ Burgenland hat am Montag die traditionelle Bilanz über das auslaufende Jahr gezogen. Als wichtige Punkte nannte Landeshauptmann Hans Niessl dabei die Zusage weiterer EU-Förderungen im Ausmaß von 73 Millionen Euro für das Burgenland, das heuer zudem "stromautonom" und mittlerweile zum Stromexporteur geworden sei.

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"Diese Energiewende, von der viele reden, die hat im Burgenland stattgefunden", sagte Niessl. Das sei ein großer Beitrag zum Klimaschutz. Im Bildungsbereich habe man 100 Prozent der Hauptschulen in Neue Mittelschulen umgewandelt. Fortschritte habe es auch bei der internationalen Präsentation des Burgenlandes gegeben.

Eine Umstellung läuft im Finanzwesen: Neben der Kameralistik wird das System der Doppik (doppelte Buchführung, Anm.) eingeführt, erläuterte Finanzreferent Helmut Bieler. Neuerungen bei der Fachhochschule betrafen den Ausbau des Studienangebots und die Bestellung eines Rektors. Im Kulturbereich übernahm Dagmar Schellenberger die Intendanz bei den Seefestspielen Mörbisch.

2013 stand im Zeichen der Umsetzung der Gesundheitsreform, berichtete Landesrat Peter Rezar. Schwierig sei die Situation am Arbeitsmarkt: Trotz einer "Rekordbeschäftigung" steige auch die Zahl der Arbeitslosen. Wichtig sei es auch, neue Arbeitsplätze für Frauen zu schaffen: "Geht die Frau vom Land, stirbt das Land", erklärte Landesrätin Verena Dunst. Eine sachorientierte Arbeit im Landtag trotz eines "Abdriftens" mancher ÖVP-Politiker in ein "oppositionelles Denkmuster" ortete SP-Klubobmann Christian Illedits. Ein Ziel sei die Ausstattung des Landes-Rechnungshofes mit der Prüfkompetenz für alle burgenländischen Gemeinden.