Erstellt am 03. August 2011, 22:28

350 FPK-Funktionäre bei Pro-Scheuch-Veranstaltung. Mit dem Ziel, die "Parteibasis über das Fehlurteil gegen Uwe Scheuch aufklären", hat die FPK-Spitze Mittwochabend zu einem "Groß-Treffen" in das Kongresscenter Pörtschach am Wörthersee geladen. Zur auch als "Infoveranstaltung" kund gemachten "erweiterten Landesparteileitungssitzung" lud die Partei all ihre Funktionäre.

Mit dem Ziel, die "Parteibasis über das Fehlurteil gegen Uwe Scheuch aufklären", hat die FPK-Spitze Mittwochabend zu einem "Groß-Treffen" in das Kongresscenter Pörtschach am Wörthersee geladen. Zur auch als "Infoveranstaltung" kund gemachten "erweiterten Landesparteileitungssitzung" lud die Partei all ihre Funktionäre.

Rund 350 Funktionäre und Parteimitglieder folgten dem Aufruf und kamen ins Kongresscenter am Wörthersee, wo Informations-Zettel über das "Skandal-Urteil" gegen Scheuch auflagen. Aus allen Landesteilen waren FPK-Funktionäre angereist, um ihrem Chef Scheuch beim Schimpfen über das Urteil zu lauschen.

EU-Mandatar und FPK-Landesparteivorstandsmitglied Mölzer erklärte gegenüber der APA, das Urteil gegen Scheuch sei "in seiner Höhe und Argumentation sehr rigide". "Wir werden sehen, ob diese Judikatur nur gegen Freiheitliche angewendet wird, oder ob sie insgesamt härter wird. Im kommenden Verfahren gegen den ehemaligen ÖVP-EU-Mandatar (Ernst Strasser, Anm.) werden wir das sehen", sagte Mölzer.

Einige einfache Parteimitglieder stellten sich mit Pro-Uwe-Scheuch-Plakaten vor das Gebäude. Manche Passanten und Touristen schüttelten ihre Köpfe, als sie die Vorgänge erblickten. Nur ein "Gegendemonstrant" antwortete mit Buh-Rufen, als die Masse Scheuch mit "Uwe!"-Sprechchören empfing.

Scheuchs betonte, es würde Versuche geben, seine Person in Misskredit zu bringen, seit er das BZÖ wieder zu den Freiheitlichen geführt habe. Schließlich kam auch das Tonband des "Part-of-the-Game"-Sagers zur Sprache. Scheuch übte massive Kritik an Journalisten. Es sei System, dass die Bevölkerung bereits seit eineinhalb Jahren gegen ihn indoktriniert werde. Scheuch klagte, geheim aufgenommen und "in das Gespräch hineingeführt" worden zu sein. Dass Investoren Staatsbürgerschaften erhalten können, "zu dem stehe ich immer noch".

Wie der ORF am Dienstagabend berichtete, legt die Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen das erstinstanzliche Urteil gegen Scheuch keine Berufung ein. Der Fall liegt nach der Berufung Scheuchs gegen das Urteil nun beim Oberlandesgericht Graz.