Erstellt am 31. August 2011, 11:07

74.000 Millionäre gibt es in Österreich. Die SPÖ will mit einer neuen Vermögenssteuer die obersten 80.000, also rund ein Prozent der Bevölkerung, zur Kassa bitten. Genaue statistische Daten über die Vermögensverhältnisse dieser "Reichen" und darüber, wie viel diese ins Steuersystem zahlen, sind nicht zu bekommen. Bundeskanzler Faymann will jedenfalls Privatvermögen über eine Million mit 0,3 bis 0,7 Prozent besteuern.

Der Bundeskanzler erhofft sich damit Einnahmen von 500 Millionen bis zwei Milliarden Euro. Die von Faymann genannte Zahl von 80.000 deckt sich in etwa mit der Zahl der Millionäre in Österreich. Derer gibt es laut einer aktuellen Studie der Liechtensteiner Investmentgesellschaft Valluga AG und des österreichischen Unternehmensberaters Amadeus Consulting 74.000.

Laut der Studie hat sich die Millionärsdichte in Österreich im abgelaufenen Jahr dank des Aufschwungs an den internationalen Börsen und der weltweiten Konjunktur deutlich erhöht. Die Zahl der Reichen stieg 2010 gegenüber dem Jahr davor um 7,2 Prozent bzw. 5.000 auf 74.000 Personen. Das Vermögen der heimischen Reichen und Superreichen vermehrte sich um 9,5 Prozent auf den bisherigen Höchstwert von 230 Mrd. Euro, das macht durchschnittlich 3,1 Mio. Euro pro Kopf.

Allein die zehn reichsten Österreicher verfügen gemeinsam über insgesamt 63,5 Mrd. Euro. Fast die Hälfte des Vermögens entfällt auf die Familien Porsche und Piech mit 33,8 Mrd. Euro. Dahinter folgen die Familie Flick (6,2 Mrd. Euro), Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz (5,0 Mrd. Euro), Billa-Gründer Karl Wlaschek (3,5 Mrd. Euro), Kaufhaus-Erbin Heidi Horten (3,0 Mrd. Euro), die Familie Swarovski (2,5 Mrd. Euro), Investor und RHI-Haupteigentümer Martin Schlaff (2,2 Mrd. Euro), Magna-Gründer Frank Stronach (1,7 Mrd. Euro) sowie die Industriellenfamilie Kahane (1,6 Mrd. Euro).